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Suchwort: Journalistische Darstellungsformen
 
Journalistische Darstellungsformen  
  Die Wahl der Journalistischen Darstellungsform hängt von zwei Faktoren ab: zum einen von Form und Inhalt der Aussage, zum anderen von der Absicht des Journalisten (will er informieren, unterhalten oder überzeugen?). Die meist genutzten Journalistischen Darstellungsformen lassen sich in drei Bereiche gliedern:

(a)Objektive Formen wie

  • Nachricht: Dichte Informationsübermittlung in sachlich knapper Form. Nachrichten enthalten aktuelle Informationen über Ereignisse und Sachverhalte. Sie werden in zwei Abschnitte unterteilt: Die Einleitung, der so genannte Lead, fasst das Wichtigste kurz zusammen. Hier werden die berühmten 5 W’s beantwortet: WER? WAS? WANN? WO? WIE? Dabei steht das Wichtigste immer am Anfang, die weniger wichtigen Details folgen. So kann jederzeit von hinten gekürzt werden. Der Meldungskörper (Body) vertieft die Informationen aus dem Lead.

  • Feature: besonders im Hörfunk verbreitete Form mit stark „bildlichem“ Charakter, der durch die Anordnung unterschiedlicher Stilelemente erzeugt wird.

  • Reportage: Aus einer konkreten Situation gegebener, atmosphärisch dichter, lebendig geschriebener Augenzeugenbericht über ein Ereignis. Im Journalismus oft durch Fotos oder Film unterstützt.

  • Interview
    (siehe Interview)



(b) Subjektive Formen wie


  • Leitartikel: Ein aktuelles Thema wird vom Chefredakteur oder einem anderen Journalisten aufgearbeitet und bewertet – der Leitartikel gibt die Tendenz des Blattes wieder und soll zur Meinungsbildung der Leser beitragen; Kommentarform.

  • Essay: Artikel mit hohem sprachlichem Anspruch

  • Glosse: Persönliche, polemische, ironisch-spöttische Aufbereitung eines (aktuellen) Themas; überzeichneter Kommentar.

  • Rezension: Kritische Wertung bzw. Würdigung einer künstlerischen Leistung; z.B. Buchbesprechung.

  • Kolumne: regelmäßig erscheinender, kommentierender Kurzartikel, der sich mit aktuellen Ereignissen auseinandersetzt und in der Regel mit einem feststehenden Titel überschrieben ist.

  • Kommentar: sehr persönliche Stellungnahme oder Erläuterung eines Themas; der Kommentator drückt auf der Basis von Fakten und Hintergründen seine persönliche Meinung aus und bewertet Zusammenhänge und Folgen.



(c) Phantasiebetonte Formen wie


  • Hörspiel: eigenständige Kunstform im Hörfunk, die mit verschiedenen Darstellern, Geräuschen und Musik umgesetzt wird; meist Bearbeitung einer literarischen Vorlage.

  • Kurzgeschichten, Fernsehspiele oder Comics.

 
 
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