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| PR-Expertin Dr. Katja Scheidt fragt nach... |
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| Digital Storytelling – Geschichten im Web 2.0 |
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Im vorangegangenen Beitrag haben Sie einige grundlegende Informationen und Tipps zum Thema „Storytelling“ erhalten – einem Instrument, das in der PR-Arbeit immer mehr an Bedeutung gewinnt, um Aufmerksamkeit zu generieren und Visionen, Images und Leitbilder zu kommunizieren. Kaum ein anderer verstand dieses Instrument so gut anzuwenden wie Steve Jobs, Gründer von Apple.
Im Zuge der Entwicklung des Web 2.0 hat sich auch das Storytelling verändert. Für das Web 2.0 gelten andere Regeln, weshalb auch für das sog. „Digital Storytelling“ einige grundsätzliche Besonderheiten gelten, die in diesem Beitrag zusammengefasst werden.
Was bedeutet Digital Storytelling und welche Besonderheiten gibt es?
In der Organisationsentwicklung ist das Storytelling bereits ein erprobtes Instrument, um Visionen oder Leitbilder zu kommunizieren oder Mitarbeiter für die Unternehmenskultur zu begeistern und Veränderungsprozesse anzustoßen. Das Digital Storytelling ist hierbei – auch in der PR-Arbeit – eine neue Art des Erzählens, in dem sich die klassischen Erzählmuster verändern. Im ursprünglichen Sinn wird eine Geschichte durch Sprache vermittelt. Das Digital Storytelling ist die „Kunst, mit Worten, beweglichen/starren Bildern und/oder Geräuschen tatsächlich geschehene oder imaginäre Ereignisse darzustellen“ (vgl. www.storytogo.wordpress.com/2011/03/ 21/erzahl-doch-mal-digital-storytelling-wie-geht-das, 11/2011), lautet eine erste Definition. Die Geschichten, die im Web 2.0 kommuniziert werden, sind also offen, verlinkt, medienübergreifend und eine Mixtur aus Bildern, Sprache und Tönen. Sie fordern – entsprechend der Funktion des Web 2.0 – eine Beteiligung der User geradezu heraus. Aus dem Zuhörer einer klassischen Story wird ein gleichzeitig konsumierender und produzierender Dialogpartner (vgl. ebd.). „Prosument“ – eine Kombination der Begrifflichkeiten Konsument und Produzent – ist die Bezeichnung der Adressaten von Stories im Web 2.0.
Aufgrund der Beschaffenheit und der Organisation des Web 2.0 sind digital erzählte Geschichten nicht mehr zwingend vorhersagbar. Der Adressat einer Geschichte ist nicht passiver Zuhörer, sondern aktiver Gestalter. Das Ditigal Storytellilng ist ein Erzählen, das alle Web 2.0-Strategien und –Tools voraussetzt und nutzt. Bilder und Töne werden mit entsprechendem Inhalt verbunden – am einfachsten funktioniert dies über Blogeinträge, YouTube-Kommentare und –Filme, Twitter und Facebook. Wichtig ist, dass alle Informationen bzw. Fragmente, aus denen sich die vollständige Geschichte zusammensetzt, miteinander verlinkt und untereinander stimmig sind. Verbindet man diese Inhalte dann mit unternehmenseigenen sozialen Netzwerken, entstehen weiterführende Diskussionen zu der Geschichte, die das gesamte Potential des Web 2.0 ausschöpfen (vgl. ebd.).
Ebenso wichtig ist es, dass sich die Inhalte der Geschichte selbst leicht, schnell und einfach im Netz finden lassen. Nur so können die User jederzeit weiterführende Informationen oder wichtige Fragmente der Geschichte recherchieren. Und nur so entsteht eine Art „digitales Zuhören“, das am Ende über den Erfolg der Geschichte bzw. über die Authentizität einer PR-Story entscheidet.
Bleiben Sie jedoch immer bei den Fakten. Digital Storytelling bedeutet nicht, von generellen Grundregeln der PR abzuweichen, weil es die Technik ermöglicht. Die Geschichte sollte nicht ausufern, authentisch und glaubwürdig bleiben und jederzeit der Realität entsprechen.
Shared Storytelling
Das gemeinsame, geteilte, Personen übergreifende Verfassen, Entwickeln und Erzählen von Geschichten ist mit der Entwicklung des Web 2.0 und intensiver technologischer Vernetzung immer leichter geworden. Google Waves, Skype, Desktop Sharing erleichtern die Kommunikation untereinander und lassen der Kreativität großen Spielraum.
Digital Storytelling-Tools gibt es zahlreiche. Diese aufzulisten würde den Rahmen unseres Beitrages deutlich sprengen. Daher erhalten Sie anbei einen Link, in dem insgesamt 50 verschiedene Storytelling-Tools vorgestellt werden – zahlreiche Möglichkeiten für einen intensiven Zielgruppendialog:
http://cogdogroo.wikispaces.com/StoryTools
Viel Erfolg bei Ihren Geschichten und ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2012 wünscht Ihnen
Dr. Katja Scheidt
ks@prgalerie-scheidt.de www.prgalerie-scheidt.de
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