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| PR-Expertin Dr. Katja Scheidt fragt nach... |
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| Twittern - Was macht es so spannend für die PR |
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Twittern ist derzeit in aller Munde. Die neue Form des Web 2.0 bietet unzählige Möglichkeiten: Barack Obama nutzte sie in seinem Wahlkampf, große Unternehmen wie Sun Microsystems, Apple oder Cisco verwenden Twitter, um Produkt- oder Dienstleistungsinformationen bereitzustellen und das LA-Fire Department griff auf diesen Service während der Waldbrände in Südkalifornien zurück.
Allein diese Beispiele zeigen, dass die globale Vernetzung und damit der Umgang mit digitalen Netzwerken immer mehr zunimmt. Die PR muss diesem Phänomen Rechnung tragen und sich bei jeder neuen Entwicklung fragen, ob und wie derartige Services sinnvoll und effektiv genutzt werden können – so auch für das twittern.
Was ist twittern eigentlich?
Twitter ist ein soziales Netzwerk und ein Mikro-Blogging-Dienst. „Social Media“ ist der Oberbegriff, der in der PR dafür genutzt wird. Angemeldete Benutzer können Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen senden und die Nachrichten anderer Benutzer empfangen. Das soziale Netzwerk beruht darauf, dass man die Nachrichten anderer Benutzer abonniert. Auf der Twitter-Startseite kann man Nachrichten eingeben und die Nachrichten der Personen, denen man folgt, chronologisch sortiert sehen. Der Absender kann entscheiden, ob er seine Nachrichten allen zur Verfügung stellen oder den Zugang beschränken möchte. Die aktuellste Analyse der Community deutet auf ein weiteres Wachstum hin. Allein die Neuregistrierungen der deutschsprachigen User ist innerhalb eines Monats von Februar auf März 2009 um rund 10.000 gestiegen (vgl. www.pr-fundsache.de, 04/2009).
Welche Zielgruppen erreichen Sie mit twittern?
Einzelhandel, Medien, Industrie, Politik – sie alle eint ein großes Interesse am Twittern, denn die Zielgruppenansprache sowie die Interaktivität sind von enormer Tragweite. So löste beispielsweise der Autohersteller Ford eine Krise mit seiner Community durch das Engagement eines bekannten Twitters – Krisen-PR via Web 2.0.
Die bereits oben angesprochene aktuelle Zielgruppen-Analyse skizziert – wenn auch nicht repräsentativ – ein erstes Bild des „typischen“ Twitters (vgl. www.pr-fundgrube.de, 04/2009): dieser ist 32 Jahre alt, zu 74% männlich und hat eine gute Bildung (78%). Die Hälfte der Twitterer ist in der Medien- oder Marketingbranche tätig, getwittert wird hauptsächlich (noch) in der Freizeit. Frauen sind beim twittern eher zurückhaltend: nur 25,7% der Frauen geben an zu twittern. Hauptsächlich sind es also scheinbar diejenigen, die in der Kommunikationsbranche tätig sind, die sich bisher am intensivsten mit dem twittern beschäftigen.
Dies kann sich jedoch schnell ändern und auch für die PR-Tätigen in Verlagen, Unternehmen, Verbänden und anderen Organisationen kann das Twittern zukünftig ein interessantes Tätigkeitsfeld werden. Twittern mit Lesern, Lektoren, Autoren - das Social Networking und die Technik des Web 2.0 erzeugen viele neue Möglichkeiten, wenn man sie zu nutzen weiß. Daher erhalten Sie im Folgenden noch einige Tipps und Hinweise für erfolgreiches twittern.
Tipps für den Umgang mit dem neuen Tool
Arbeiten und lesen Sie sich ein, bevor Sie aktiv twittern. Verschaffen Sie sich einen Überblick und einen Einblick in die Vorgehensweise des twitterns.
Möchten Sie das Tool als PR-Instrument nutzen, entwickeln Sie einen professionellen Account. Achten Sie auf das Corporate Design, die Nutzung Ihres Namens (keine Pseudonyme) und auf eine persönliche Ansprache. Produkte oder Marken können nicht twittern – aber Sie, die Sie für das Produkt stehen.
Bringen Sie Ihre Informationen auf den Punkt! Sie haben lediglich 140 Zeichen. Der Erfolg des Textens liegt darin, andere mit wenigen Worten auf Ihre Information aufmerksam zu machen und sie dazu zu bewegen, Ihren Nachrichten zu folgen. Texten Sie informativ und achten Sie immer auf einen Mehrwert für den Leser. Aktualität und Relevanz sind wichtig. Vermeiden Sie es, twittern als Vermarktung von Werbeaussagen zu nutzen.
Verlinken Sie Ihr Twitter-Profil mit anderen Accounts oder eigenen Blogs. So steigern Sie die Aufmerksamkeit.
Denken Sie daran, dass Ihre Nachrichten im Netz „archiviert“ werden. Sie sind dort über viele Jahre einzusehen.
Pflegen Sie Ihre Kontakte ebenso wie in Ihrer alltäglichen PR-Arbeit. Abonnieren Sie Inhalte anderer User und schauen Sie sich Kontaktgesuche an.
Nutzen Sie Ihren Twitter-Account regelmäßig. Beteiligen Sie sich an interessanten Diskussionen, betreiben Sie Agenda-Setting und halten Sie Ihr Profil immer aktuell. (vgl. www.complus-muenster.de/newsletter,04/2009)
Viel Spaß und vor allem Erfolg dabei wünscht Ihnen
Dr. Katja Scheidt
Bei Rückfragen können Sie sich gerne an Katja Scheidt persönlich wenden. Sie beantwortet gerne Ihre Fragen.
ks@prgalerie-scheidt.de www.prgalerie-scheidt.de
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