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| Profi des Monats: 06.03.2009 |
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| Valerie Besl |
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Jeden Monat stellen wir Ihnen einen Profi aus der Buchbranche vor. In diesem Monat lesen Sie das Interview mit Valerie Besl, die seit März die Pressearbeit der Buch Wien Lesefestwoche 2009 verantwortet.
Außerdem betreut und berät sie mit ihrer Agentur vielseitig Autoren, Verlage und Kulturschaffende in Sachen PR und Veranstaltungen. Letztes Jahr hat sie zusammen mit zwei Frauen die Agentur gegründet.
Sie haben zusammen mit Sonja Franzke (Buchproduktion) und Silvia Wahrstätter (Buchgestaltung) die Agentur vielseitig in Wien gegründet. Wer von Ihnen drei hatte die Idee, bzw. wie ist sie entstanden?
Die Idee ist gemeinsam entstanden: Aus unserer Erfahrung in Verlagen wissen wir, dass diese in allen Bereichen Projekte auslagern, weil sie intensiver Betreuung bedürfen. Und wir haben vor Jahren bereits beim Deuticke Verlag zusammengearbeitet. Das hat gut und inspirierend funktioniert und außerdem viel Spaß gemacht.
Es war bestimmt ein langer Weg, bis die Idee umgesetzt werden konnte?
Der Schritt in die Selbstständigkeit hat natürlich Für und Wider aufgeworfen. Aber wenn man ihn gemeinsam geht, motiviert man sich auch gegenseitig. Es gibt ein Mehr an Ideen, Lösungen und Möglichkeiten, wenn man sich zusammen selbstständig macht.
Worin besteht die Vielseitigkeit der Agentur?
Unsere Vielseitigkeit besteht aus der Kombinierbarkeit unserer Leistungen: Man kann die Leistung jedes Bereichs einzeln, aber auch kombiniert buchen, also z.B. Gestaltung und Kommunikation. Der Vorteil für uns und unsere Kunden ist, dass wir auf eine gemeinsame Infrastruktur zurückgreifen und dadurch auch größere Aufträge annehmen können. Außerdem haben wir alle in verschiedenen Verlagen und Buchhandlungen gearbeitet, jeder bringt eine Vielzahl an Kontakten mit ein.
Welche Projekte betreuen Sie zum Beispiel?
Ich komme aus dem Verlagswesen und betreue weiterhin für Verlage Autoren und ihre Bücher in Sachen Pressearbeit und Veranstaltungsorganisation. Als Gesamtpaket die literarischen Titel des Czernin Verlags, weiters habe ich für Daniel Glattauer und Klaus Merz in diesem Frühjahr Lesereisen organisiert. Ich bin für Festivals und Wettbewerbe tätig, so verantworte ich bei der nächsten BUCH WIEN Messe und Lesefestwoche die Pressearbeit, außerdem beim Literaturwettbewerb Wartholz oder bei den Literaturtagen sprachsalz.
Haben diese Lesefeste ähnlichen Eventcharakter wie einige Festivals in Deutschland?
Ich bin und war bei diesen Festivals in der Phase der Entstehung dabei, was besonders spannend für die eigene Arbeit ist. Sprachsalz findet in diesem Jahr zum siebten Mal statt, wurde wie alles, was in diesem Betrieb neu ist, anfangs milde beäugt und hatte mittlerweile u.a. Kenzaburo Oe oder Frank Mc Court zu Gast. Die BUCH WIEN fand 2008 zum ersten Mal statt, und der Einstand ist ganz großartig gelungen, es war ein Event im Sinne eines Festes. Der Unterschied zu Deutschland ist, dass dort Festivals mit Eintritten (mit)finanziert werden, hier sind Lesungen in der Regel gratis, was sich auch auf die Budgets auswirkt.
Können Sie ein oder zwei Spezifika der österreichischen Presselandschaft nennen?
In Österreich konzentriert sich die Branche wie die dazugehörige Medienlandschaft in Wien, es gibt also im Unterschied zu Deutschland eigentlich nur ein Zentrum. Und da die Branche an sich hier kleiner ist, ist der Kontakt zu den Medien leichter herzustellen. Aber auch Kollegen aus Deutschland finden die österreichischen Journalisten getreu dem Klischee gastfreundlicher als anderswo.
Photo © Florian Schneider
www.vielseitig.co.at
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