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| Profi des Monats: 07.07.2009 |
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| Franziska Paar |
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Jeden Monat stellen wir Ihnen Profis aus der Branche vor. In diesem Monat lesen Sie das Portrait von Franziska Paar vom Arche Literatur Verlag. Sie verantwortet dort die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Organisation von Lesungen für die Verlage Arche und Atrium.
Programm: Belletristik, Sachbuch und seit dem Frühjahr 2009 die neue Reihe „Arche Paradies“, herausgegeben von Denis Scheck
Programmhighlight der Saison:
Unser Spitzentitel in der Belletristik ist Robert Littells Roman „Das Stalin-Epigramm“. Der Autor, berühmt für seine Spionage- und Agententhriller, wendet sich in seinem neuen Roman der Zeit des Stalinismus zu. Anlass zu diesem Buch war eine Begegnung, die der Autor, dessen Vorfahren aus Russland stammen, am 23. Dezember 1979 mit Nadeschda Mandelstam in einem Moskauer Vorort hatte und die ihn seitdem nicht mehr losgelassen hat. Sie erzählte ihm von den letzten gemeinsamen Lebensjahren mit ihrem Mann, dem Dichter Ossip Mandelstam, der unerschütterlich an die ungebrochene Macht des Wortes glaubte und mit einem einzigen Gedicht ihrer beider Schicksal besiegelte. Ich freue mich besonders auf die bevorstehende Lesereise und die persönliche Begegnung mit diesem sehr spannenden Autor.
Welche Aktion oder welches Buch ist in der Presse besonders gut gelaufen, obwohl Sie das nicht erwartet hätten?
Einen großen Erfolg sowohl in der Presse als auch im Buchhandel feierte die Leipziger Autorin Kathrin Aehnlich mit ihrem Debütroman „Alle sterben, auch die Löffelstöre“. Dieser Roman erzählt auf traurige und zugleich komische Weise von einer lebenslangen Freundschaft und einem zu frühen Tod. Eine große Anerkennung wurde dem Buch und der Autorin zuteil, als es im vergangenen Jahr, zur Pflichtlektüre an allen Realschulen in Baden-Württemberg wurde.
Wer ist Ihr/e Lieblingsautor/in?
Das ist nicht so leicht zu beantworten, da es viele tolle Autoren und Bücher gibt. Einige Titel wie Michael Ondaatjes „Divisadero“, Jeffrey Eugenides’ „Middlesex“, Per Pettersons „Pferde stehlen“, Jonathan Franzens „Die Korrekturen“ und Ian McEwans „Am Strand“ habe ich für mich entdeckt.
Welches Buch haben Sie privat zuletzt gelesen?
Alistair MacLeod „Die Insel“ und Alice Greenway „Weiße Geister“
Welches Buch hat Sie als Person besonders beeinflusst bzw. vorangebracht?
Antje Rávic Strubel „Tupolew 134“ (genial und sprachgewaltig), Susan Sonntag „Über Fotografie“ (großartig analytischer Blick auf die Beziehung der Fotografie zur Kunst und ihr Beitrag zur menschlichen Wahrnehmung der Welt) und Anne Delbée „Der Kuß“ (zum einen ist es eine faszinierende Biografie über die Künstlerin Camille Claudel und zum anderen ein mit unendlich großem Sprachgefühl erzähltes Buch).
Wie sah Ihr Weg in die Verlags-PR aus?
Während meines Studiums der Literatur- und Medienwissenschaften habe ich Praktika im Lektorat und in der Presse gemacht. Nach meinem Volontariat beim Carl Hanser Verlag stand mein Wunsch fest, weiter in der Presse tätig sein zu wollen.
Seit wann sind Sie in der Branche?
Seit 2002
Was gefällt Ihnen an der Branche besonders?
Ich kann mir ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen. Darüber hinaus liebe ich die besondere Atmosphäre von Buchmessen und die Vielfalt von anregenden Gesprächen mit Autoren, Journalisten und anderen Verlagsmenschen.
Ihr Lieblings- oder Lebensmotto?
„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ (Goethe)
Was war das ärgerlichste oder das schönste Erlebnis mit einer/einem Journalisten/in?
Es ist generell ein tolles Gefühl in Pressegesprächen ein positives Feedback zu bekommen und zu sehen, wie die eigene Pressearbeit Früchte trägt und die Bücher des Verlags sowohl in der Presse als auch im öffentlichen Diskurs Gegenstand von Diskussionen werden.
Welche Eigenschaften zeichnen Ihrer Meinung nach eine gute Verlagspressesprecherin aus?
Die ideale Pressesprecherin sollte über Talente verfügen wie Kommunikations- und Organisationsstärke, Authentizität, Kreativität, Offenheit, Zuverlässigkeit und die nötige Sensibilität im Umgang mit Journalisten.
Sind Sie in einem Netzwerk organisiert?
Ja, ich nehme an den Treffen des AVP teil.
Was Sie immer schon mal sagen wollten:
Ich halte es mit der Jazzsängerin Madeleine Peyoux: „Wenn es etwas an dir gibt, dass du in Wirklichkeit nicht leiden kannst, versuch es, dir in der Performance zunutze zu machen.“
www.arche-verlag.com
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