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| Profi des Monats: 03.11.2009 |
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| Lena Hammerschmidt |
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Jeden Monat stellen wir Ihnen Profis aus der Branche vor. In diesem Monat lesen Sie das Portrait von Lena Hammerschmidt, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Jacoby & Stuart.
Verlag/Programm: Im Verlagshaus Jacoby & Stuart erscheinen Kinder- und Jugendbücher, Künstlerbücher wie die Reihe Kunterbunt, Kochbücher sowie Sachbücher für Erwachsene, immer als Kombination von klugen Texten mit besonderen Illustrationen.
Programmhighlight der Saison:
Das Buchtagebuch von Rotraut Susanne Berner, weil es mir hilft, endlich einen Überblick über die Bücher zu bekommen, die ich verleihe, Kittys Berlin Kochbuch, weil es die Eier im Schinkenmantel in mein Leben gebracht hat und Pop-up City, weil es so viel Spaß macht, Menschen dabei zuzusehen, wie ihre Augen leuchten, wenn sie es das erste Mal betrachten.
Wer ist Ihr/e Lieblingsautor/in?
Ich warte sehnsüchtig auf neue Bücher von Safran Foer, Kundera und Thomas Klupp, aber festlegen will ich mich nicht. Die Frage ist genauso schwer zu beantworten wie die Frage nach Lieblingsfilm, Lieblingsessen oder Lieblingsfußballspieler.
Welches Buch haben Sie privat zuletzt gelesen?
Bruno von Gerhard Falkner – großartig! Nun liegen gerade Schlaf von Murakami, Die Israelis von Donna Rosenthal und die wirklich ganz wunderbare Parodie Deutsch für den Ausländer von Florian Lamp und Johannes Heldrich auf meinem Nachtisch. Wenn es sehr verschiedene Bücher sind, lese ich gern mehrere gleichzeitig.
Welches Buch hat Sie als Person besonders beeinflußt bzw. vorangebracht?
Das Tagebuch der Anne Frank. Ich habe es mit zehn Jahren gelesen und es ist das erste Buch gewesen, das mich richtig gepackt hat, das ich bis spät in die Nacht gelesen habe, und das mir gezeigt hat, wie wichtig Bücher sein können, sowohl für die, die sie lesen, als auch die, die sie schreiben.
Wie sah Ihr Weg in die Verlags-PR aus?
Geradlinig, würde ich sagen. Ich war während des Studiums Praktikantin im Aufbau Verlag, sowie bei Radio und Zeitung, habe das Sortiment als Weihnachtsverpackungsfee bei Gondrom kennengelernt und noch im letzten Semester mit dem Volontariat in der Pressestelle von Schwarzkopf & Schwarzkopf begonnen.
Seit wann sind Sie in der Branche?
2006 – ich bin also eher ein Frischling.
Was gefällt Ihnen an der Branche besonders?
Mir gefällt, dass alle Menschen, die ich bislang kennengelernt habe, auf eine sehr angenehme Weise ein bisschen verrückt sind – langweilige Menschen sind in der Buchbranche selten. Und dass man immer weiß, was es sich gerade zu lesen lohnt.
Ihr Lieblings- oder Lebensmotto?
Es gibt nichts Gutes / außer: Man tut es. Von Erich Kästner.
Welches war das ärgerlichste oder das schönste Erlebnis mit einer/einem Journalisten/in?
Natürlich gibt es Gespräche oder Mails, nach denen möchte man wirklich in die Schreibtischplatte beißen. Schriftliches kommt in einen Mailboxordner namens „Uffreger“. Aber die tollen Begegnungen und Gespräche überwiegen ganz deutlich. Nochmal bedanken möchte ich mich bei einem Journalisten, der mich nach einem Redaktionsbesuch in Windeseile zum Essener Bahnhof gefahren hat, weil ich sonst meinen Zug verpasst hätte.
Welche Eigenschaften zeichnen Ihrer Meinung nach eine gute Verlagspressesprecherin aus?
Ein extrem gutes Namens- und Gesichtergedächtnis, die Fähigkeit, den Moment zu erkennen, ab dem man nicht mehr nachhaken sollte, aber bis zu diesem Moment auch alles zu versuchen, um Aufmerksamkeit für die eigenen Bücher zu bekommen. Planungs- genauso wie Improvisationstalent. (Letzteres ist besonders wichtig, wenn das Namensgedächtnis nicht so dolle ist.)
Sind Sie in einem Netzwerk organisiert?
Ich gehe gerne zu den Treffen und Seminaren des Berliner AVP und schätze den Austausch in diesem Netzwerk wirklich sehr, er hat mir schon manche Entscheidung erleichtert. Und die Stammtische der Jungen Verlagsmenschen sind auch immer wieder einen Besuch wert.
Wie gehen Sie mit dem alltäglichen Streß um?
Barbara Stang sagte mir mal, man könne seinen Tag als Pressefrau nur zu gut 50 Prozent planen. Alles Weitere kommt, wie es eben kommt. Ich mag es, dass man parallel an vielen Dingen arbeitet und empfinde es nicht als Stress. In Stoßzeiten, vor Messen etc. neige ich dazu, besonders häufig mein Büro aufzuräumen.
Was Sie immer schon mal sagen wollten:
Diese absurde Wortschöpfung „Rezessionsexemplar“ macht mich wahnsinnig!
www.jacobystuart.de
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