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| Literaturtipp |
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| Lass die Kindheit hinter dir |
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Das Leben endlich selbst gestalten
Warum bin ich so, wie ich bin? Sind wir Marionetten unserer Kindheit? Mit diesen und vielen anderen Fragen setzt sich Ursula Nuber in Ihrem Buch Lass die Kindheit hinter dir auseinander.
Mit Hilfe einzelner Beispiele geht sie auf Verletzungen, unerfüllte Bedürfnisse und Ängste der Kindheit ein, die uns in der Gegenwart immer noch, bewusst oder unbewusst, beeinflussen oder sogar leiten. So analysiert sie Verhaltensmuster und Glaubenssätze aus der Kindheit und bringt das durch die Vergangenheit bestimmte Handeln auf den Punkt. „Der Zusammenhang zwischen dem Gestern und dem Heute zeigt sich in allen möglichen Situationen. Vor allem wird er deutlich, wenn das Leben schwierig ist, wenn wir Kränkungen und Niederlagen hinnehmen müssen.“ – „Spam aus der Vergangenheit“ nennt Ursula Nuber unangemessene Reaktionen und Verhaltensweisen, die aus früheren Erfahrungen resultieren.
Der Weg zur Selbsterkenntnis
Kann schwer sein, doch in unserer Kindheit liegt der Schlüssel dafür. Ein tiefer Blick in unsere Vergangenheit kann uns manche Fragen beantworten, die notwendig sind, unser Leben zu verbessern. Dabei ist wichtig nicht in der Selbsterkenntnis stehen zu bleiben, sondern den Faden unseres Lebens wieder in die Hand zu nehmen. „Das Erbe der Kindheit muss uns nicht zwangsläufig ein Leben lang belasten und wir sind nicht dem Schicksal der Kindheit ausgeliefert. Wir können zum Regisseur unseres eigenen Lebens werden, wir können bestimmen wie es mit uns weitergeht. Wir können die Richtung wechseln!“ Lautet eine Botschaft von Ursula Nuber
Um sein Leben positiv zu verändern muss man die Vergangenheit akzeptieren und die Kindheit annehmen, dann sind wir in der Lage einen neuen Weg zu beschreiten und uns mit der Frage auseinanderzusetzen:
Wer bin ich wirklich?
Dem Erlebten trotz all seinen negativen Seiten etwas positives abzugewinnen ist kaum möglich, glaubt man. Doch Ursula Nuber empfiehlt, sich nicht nur die Frage zu stellen was einem als Kind alles gefehlt hat, sondern sich eher mit der Frage auseinanderzusetzen wie es gelungen ist, das alles zu überstehen? Und, welche besonderen Eigenschaften habe ich dadurch erworben, von denen ich auch heute noch profitiere? Sie regt dazu an den Blickwinkel zu verändern und die Scheinwerfer auf das zu richten, was trotz allem gelang. Sich nicht als Opfer zu fühlen, sondern ein Gefühl der eigenen Fähigkeiten und Stärken zu gewinnen. Die Opfergeschichte kann zur Heldengeschichte werden, was nicht heißt das Schlimme und Negative zu vergessen, sondern Ihm nur einen anderen Stellenwert, also nicht wieder die Hauptrolle im neuen Drehbuch zu geben. Als Hilfestellung dazu, zitiert Sie im Kapitel:
Abstand halten - Den Botschaften der Vergangenheit Ihre Macht nehmen, Wayne Dyer: „Wenn wir die Art und Weise verändern, wie wir die Dinge betrachten, werden sich die Dinge, die wir betrachten, verändern.“ Dazu muss man alten Glaubenssätzen auf die Spur kommen und es ist nötig, gut in sich hineinzuhören und auf seinen inneren Monolog zu achten. Es gilt alte Glaubenssätze, die längst zu Leitlinien geworden sind, zu entkräften Ich bin kein kleines Kind mehr könnte nach Ursula Nuber der Schlüsselsatz dafür sein. Und ein Anfang, um zu bemerken, dass die Erfahrungen der Kindheit zwar nicht zu löschen sind, dass wir aber lernen können die wunden Punkte zu erkennen und mit Ihnen zu leben. „You can´t stop the waves but you can learn to surf“ soll einmal der Stressforscher Jon Kabat-Zinn gesagt haben.
Ursula Nuber ist Diplompsychologin und seit 1996 stellvertretende Chefredakteurin der Zeitschrift Psychologie Heute. Sie arbeitet als psychologische Beraterin und Paartherapeutin in der Nähe von Heidelberg und ist Autorin zahlreicher psychologischer Sachbücher.
Ursula Nuber: Lass die Kindheit hinter dir. Das Leben endlich selbst gestalten. Campus Verlag, Frankfurt, Berlin, New York 2009. ISBN: 978-3-593-33816-8, Preis: 19,90 €
Rezensiert von Mariella Terzo
www.campus.de
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