 |
| News und Termine vom 05.11.2009 |
 |
| Nachgefragt bei Albert Pusch zum Leserpreis |
 |
Bis zum 15. November können noch Bücher für den Leserpreis auf LovelyBooks vorgeschlagen werden. Am 16. November kommt es zur großen Abstimmung. Welches ist das Lieblingsbuch der Leser und Leserinnen. Wenn SIe auch noch ein Buch vorschlagen möchten, können SIe dies tun unter: http://www.lovelybooks.de/leserpreis
Wir haben Albert Pusch, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei LovelyBooks.de einige Fragen zur Community und zum Leserpreis gestellt.
Für alle die, die LovelyBooks noch nicht kennen. Können Sie uns in zwei, drei Sätzen erklären, was LovelyBooks ist und wie sich die Buch-Community von anderen unterscheidet?
Unsere Buch-Community LovelyBooks ist für Menschen, die sich mit anderen Lesern über ihre Bücher austauschen möchten. Die Mitglieder sammeln ihre gelesenen Bücher in einer virtuellen Bibliothek, bewerten sie, schreiben Rezensionen und geben anderen Mitgliedern Lesetipps. Das Thema Lesen und Literatur verlagert sich bei LovelyBooks sozusagen vom stillen Kämmerlein ins World Wide Web. Vor zwei Wochen haben wir uns mit einigen Mitgliedern auf der Buchmesse in Frankfurt getroffen – wir sind also nicht nur Online unterwegs. Und unsere Mitglieder in den Buchgefährten Gruppen verabreden sich bei LovelyBooks zu Lesungen, Buchbesprechungen und anderen Veranstaltungen – im „wirklichen“ Leben. Gleichzeitig bieten wir immer wieder Testleserunden an und berichten auf unserem Team-Blog über Bücher, Buchhandlungen und Neuerungen aus der Welt der Literatur.
Wie entstand die Idee zum Publikumspreis der Literatur?
Wir hatten schon länger die Idee einen Publikumspreis zu vergeben, da wir von den Mitgliedern der Community immer wieder auf Geheimtipps aufmerksam gemacht wurden, die auf keiner Bestsellerliste zu finden waren. Ein gutes Beispiel ist hier „Atemschaukel“ von Herta Müller, bis vor ein paar Wochen war sie vielen Lesern noch völlig unbekannt. Nun hat aber nicht jeder Autor das Glück, vom Nobelpreiskomitee geehrt zu werden. Die Möglichkeit, dass wir mit unserer Seite auch auf die Underdogs aufmerksam machen können, freut uns. Und wenn sie unter den Nominierung zum „Leserpreis – Die besten Bücher 2009“ auf der Webseite erscheinen, haben sie eine Stimme, die gehört wird. Wichtig für uns ist es, dass die Leser entscheiden.
Wie kam es zur Kooperation mit der Stiftung Lesen?
Die Stiftung Lesen und ihr Engagement für die Lesekultur in Deutschland passt sehr gut zu unseren eigenen Zielen, wir möchten für das Lesen begeistern und den Austausch fördern. Also haben wir uns und unsere Idee zum „Leserpreis – Die besten Bücher 2009“ den Verantwortlichen der Stiftung Lesen vorgestellt und trafen auf offene Ohren. Es ist für uns und die Stiftung Lesen eine sehr schöne Gelegenheit zu zeigen, dass Lesen und Internet sich nicht entgegenstehen, sondern ergänzen.
Die Liste der schon eingereichten Bücher ist lang und die meisten der vorgeschlagenen Titel war nicht für den Deutschen Buchpreis nominiert. Man kann sogar sagen, dass keins der nominierten Bücher sich in der Liste befindet. Wie erklären Sie sich das?
Das ist wohl die Demokratie im Netz. Die Meinung der Fachjurys, die die Kritikerpreise verleihen ist sicher eine andere als die der Leser. Es überrascht auch uns, dass einige Bücher, die wir erwartet hatten noch nicht eingereicht wurden. Paulo Coelhos „Der Sieger bleibt allein“ ist so eines. Wir vergeben den Preis dieses Jahr zum ersten Mal und sind gespannt, welche Überraschungen wir noch erleben werden. Es bleibt spannend.
“Auf LovelyBooks wird mitbestimmt, was im deutschsprachigen Raum gelesen wird, auch abseits der Bestsellerlisten”, heißt es auf Ihrer Homepage, aber dennoch finden eher Romane von großen und bekannten Verlagen statt. Bücher von unbekannteren Autoren und Verlagen haben auch hier keine Chance?
Wie gesagt, die Entscheidung treffen die Leser und bei ihnen stehen auch die Bestseller hoch im Kurs. Uns liegt daran, dass die Mitglieder selbst entscheiden und wenn jemand Stieg Larssons „Verblendung“ vorschlägt, dann ist das auch verständlich. Die Interessen der Mitglieder reichen vom Vampir- bis zum Bildungsroman und sind damit unglaublich vielseitig, aber eines haben sie alle gemeinsam: sie lieben Bücher.
www.lovelybooks.de
|
|